Handwerk für die Zukunft gerüstet

Handwerkskammer investiert in berufliche Bildung. Digitalisierung ein Schwerpunkt fürs nächste Jahr.

Ostfriesland. „Das Handwerk in Ostfriesland ist gut aufgestellt." So fasste Präsident Albert Lienemann die aktuelle Lage auf der jüngsten Vollversammlung im Hotel am Schloss in Aurich zusammen. Die Konjunktur der „Wirtschaftsmacht von nebenan" sei stabil, die Zahl der Ausbildungsverhältnisse sei gestiegen und das Handwerk nehme die Herausforderungen der Zukunft an, betonte Lienemann. Das Parlament des Handwerks beriet eine Vielzahl von modernisierten Ausbildungsrichtlinien und verabschiedete den Haushalt für das kommende Jahr mit einem Gesamtvolumen von rund 6,5 Millionen Euro.

„Die Zahlen zeigen, dass die Ausbildungsbereitschaft in Ostfriesland groß ist“, sagte Lienemann. Mit rund 1200 Auszubildenden lag die Zahl der neuen Lehrlinge bereits zum 31. Oktober über der Gesamtzahl des Vorjahres zum Stichtag 31. Dezember. Unter den neuen Auszubildenden befinden sich auch rund 40 Geflüchtete, die eine Lehre im ostfriesischen Handwerk begonnen haben.

Die Handwerkskammer für Ostfriesland hatte zur Vollversammlung unter Vorsitz von Präsident Albert Lienemann geladen. Foto: HWK



Um für Fachkräfte und jene, die es werden wollen, als Arbeitgeber attraktiv zu sein, müssen Unternehmen nicht nur die richtigen Voraussetzungen haben, sie müssen sie auch sichtbar machen. Die Handwerkskammer für Ostfriesland geht hierbei mit gutem Beispiel voran. Zum wiederholten Mal wurde sie in diesem Jahr mit besten Ergebnissen als Familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert.

Darüber hinaus ist die Handwerkskammer für Ostfriesland vor kurzem nach der Norm ISO 9001:2015 für ihr Qualitätsmanagement rezertifiziert worden.

Ihr Knowhow setzte die Handwerkskammer für ihre Mitgliedsbetriebe und die Ausbildung des Nachwuchses ein. Ein großes Projekt im Jahr 2018 ist die Digitalisierung im Bereich des Berufsbildungszentrums in Aurich. Hierfür hat die Handwerkskammer rund 500.000 Euro vom Bund zur Verfügung gestellt bekommen. „Wir wollen unseren Mitgliedern als Partner in der Region die besten Bildungsmöglichkeiten für die Herausforderungen der Digitalisierung und Vernetzung bieten", erläuterte Hauptgeschäftsführer Peter-Ulrich Kromminga die geplanten Investitionen.

Zum Wirtschaftsplan 2018 und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2022 merkte Kromminga darüber hinaus an, dass die Beiträge für die rund 5300 Handwerksbetriebe in Ostfriesland stabil bleiben. Der Sonderbeitrag für den Ausbildungsfinanzausgleich wird durchschnittlich um 30 Prozent reduziert.

 

17.11.17

Quelle: Handwerkskammer für Ostfriesland