Tours: Brehmeier unterstützt Verein

Der Verein „Chance: Azubi“ bekommt weitere Unterstützung. Jürgen Brehmeier, bis zum Sommer dieses Jahres Leiter der BBS I in Leer, ist neuer ehrenamtlicher Projektleiter für „Chance: Azubi tours“. Im Rahmen dieses Projekts koordiniert er Fortbildungen für Lehrkräfte in Mitgliedsbetrieben des Vereins. „Mit seiner großen Erfahrung wird Jürgen Brehmeier für Chance: Azubi als Bindeglied zwischen Schulen und der Wirtschaft fungieren. Wir freuen uns, mit ihm einen ausgewiesenen Fachmann für das Thema Berufsorientierung gewonnen zu haben“, so Thorsten Tooren vom Vorstand des Vereins.

Juergen BrehmeierBrehmeier war seit 1980 im Schuldienst. 2004 wurde er Dezernent in der Niedersächsische Landesschulbehörde - Regionalabteilung Osnabrück, von 2005 bis 2017 war er Schulleiter der BBS I in Leer. Schulen und Unternehmen, die mit Brehmeier Kontakt aufnehmen möchten, erreichen ihn künftig unter juergen.brehmeier@chance-azubi.de. Telefonisch ist Chance: Azubi erreichbar unter 0491-79 69 98 20.

Der Vereins-Homepage hat Jürgen Brehmeier die Beweggründe für seine Aufgabe erläutert.

Was reizt Sie an der Aufgabe im Verein?

Aufgrund meiner schulischen Erfahrungen bin ich der Ansicht, dass die Berufsorientierung in Niedersachsen nicht ausreichend koordiniert und organisiert ist. Dieses hat negative Auswirkungen auf alle an dem Prozess der Berufsorientierung und Berufsfindung Beteiligten. Ich finde, dass "Chance: Azubi" hier einen sehr guten und richtigen Weg geht, bei diesem Prozess zu unterstützen. Als Pensionär habe ich nun die zeitlichen Ressourcen um meine persönlichen und beruflichen Erfahrungen und meine Netzwerke einzubringen.

Welche Chancen sehen Sie in unseren Projekt "Chance: Azubi tours"?

Ich bin der Ansicht, dass es sehr notwendig ist, insbesondere auch die Lehrkräfte in Berufsorientierungsmaßnahmen und -prozesse einzubinden. Jede Schule muss ein Konzept zur Berufsorientierung vorhalten. Dazu ist ein Austausch mit Vertretern der ausbildenden Unternehmen und Einrichtungen und den Lehrkräften an den allgemein und berufsbildenden Schulen für die sich im Berufsfindungsprozess befindlichen jungen Menschen dringend notwendig. Ein Austausch und ein gegenseitiges Kennenlernen würde eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten bedeuten. Insofern sehe ich sehr gute Chancen für dieses Projekt.

Was können Lehrkräfte von "Chance: Azubi tours" erwarten?

Ich hoffe, dass sie im Rahmen der Besuche und Gespräche mit den Vertretern der Unternehmen und Einrichtungen weitergehende Informationen bekommen, damit sie ihre Schülerinnen und Schüler in den Schulen, in denen sie unterrichtlich tätig sind, bei der Berufsorientierung kompetent und zielgerichtet unterstützen.

Warum ist ein Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft überhaupt notwendig?

Wir haben an den berufsbildenden Schulen, insbesondere auch im Rahmen der dualen Ausbildung, tagtäglich die Vorteile und Notwendigkeiten einer engen Bindung zwischen der Schule und den Unternehmen und Einrichtungen kennen und schätzen gelernt. Ein regelmäßiger Austausch ist notwendig, damit die Schulen ihren staatlichen Bildungsauftrag erfüllen können und für die Unternehmen und Betriebe wird die Sicherung ihrer zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade auch vor der sich abzeichnenden demografischen Entwicklung immer wichtiger.